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Schmerzhaft schön

unvergessen

28. Juni 2011 von

Siehst du meine Narben
hier: Tief unter der Brust
schwer verwundet von dem Nichts
mit dem du mich mal trafst. Weiterlesen →

Lyrik

Offenes Buch

27. Juni 2011 von

Regenwolken

ich lese

tagsüber in den Wolken gefüllt voller Regen

Geschichten, welche das Leben dem Menschen gegeben.

nachts in den strahlenden Sternen

bewußt um das Sehen zu erlernen.

Schicksale getragen durch Zeit und den Wechsel des Raumes

lassen Dich fühlen die Tiefe des Traumes.

Berührt und geküsst durch den Wind,

erwache ich wieder als unschuldiges Menschenkind.

zurück auf dem Pfad des Glückes

befreit von den Zwängen des Bühnenstückes!

Autor


Bild: Arielle Kohlschmidt

Gut gewürzt

Am Scheideweg

24. Juni 2011 von

Frau mit Messer

Es gibt wenige Situationen, wo mir tatsächlich mal der Kamm schwillt. Meist entledige ich mich nur mittels vorgetäuschter Empörung irgendwelcher lästiger Aufgaben oder Zeitgenossen, um mich dann sofort wieder in den Aggregatszustand der völligen Gelassenheit fallen zu lassen, in dem ich nun schon seit so vielen Jahren auf verschiedene Gelegenheiten warte. Beim Kochen ist das anders. Sobald mir am Herd jemand dreinredet, wird meine Halsschlagader porös. Ich bin ein Kochautist.

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Rätselhaftes

Treckertreffen

23. Juni 2011 von

Traktor

Treckertreffen in Klein Priebus – das sind drei Tage satte Motoren, drei Tage Dieselgeruch und drei Tage begeisterte Männer und noch begeistertere Traktorenbesitzer.
Ganz anders als auf einem Country- oder Hardrockfest übrigens. Wo allesamt so anders als in ihrem Alltag sind, Schlammcatchen den Höhepunkt des Abends bildet neben einer gehörigen Prügelei und der üble Geruch von Sex mit fremden Menschen auf dem Dixie-Klo in der Luft hängt. Das Treckertreffen ist ein Familienfest. Mann und Frau und Kind und Kegel reisen an, wie wir sie kennen und mögen. Es gibt Technik für die Männer, Gespräche und Kuchen für die Frauen, eine Bauernolympiade und natürlich Trecker fahren für die Kinder.

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Lebensweisen

Von einer üblen Nacht und dem Tag danach

22. Juni 2011 von

Affen, kuscheln, Zoo

Drei Variationen einer lasterhaften Nacht

VIELLEICHT SO?

Sichtlich nicht dem Gott gedacht der da in mir nächtens wacht
Führte mich der Liebe Los in der Liebsten heilig Schoß
So der Sinne längst verführt hat sie meine Lust berührt
Als der Morgen mich da rief während sie noch weiterschlief

HOFFENTLICH NICHT SO!

Sichtlich nicht dem Gott gedacht der da in mir nächtens wacht
Führte mich des Dranges Los in der Dirne heißen Schoß
So vom Wahnsinn längst verführt hab ich ihr die Kehl’ geschnürt
Als der Morgen mich da rief während sie für immer schlief

DANN LIEBER DOCH NUR SO.

Sichtlich über Gott gelacht der da nächtens einen kracht
Führte ihn sein schlimmes Los in der Wirtschaft düstren Schoß
So der Sinne längst verkommen hab ich ihn dann mitgenommen
Und bei mir in meinem Haus soff er sich den Teufel aus



Kurvenlage

Die Sache mit der Schachtel

21. Juni 2011 von

Hängt er oder steht er

Das Leben, sagt mein lieber alter Freund Forrest Gump, sei wie eine Schachtel Pralinen. Man wisse nie, was man bekommt. Nun sind zwar Pralinen und anderes Naschwerk für mich aufgrund meiner verzweifelten Anstrengungen, der Alterskorpulenz entgegenzuwirken, total tabu. Aber das Bild mit der Schachtel mag ich trotzdem. Aller zehn Jahre – aller sagt man hier, wo ich grad lebe – aller zehn Jahre also habe ich bisher steile Kurven in meine Lebenslinie eingebaut. Vielleicht war es auch andersrum.

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Lyrik

vom Bestehen einer Freundschaft

20. Juni 2011 von

freundschaft
 

Es wird niemals mehr das Gleiche sein

Wunden lecken – trocknendes Blut schmecken

Schuld Dein oder Mein?

der Klügere gibt nach – doch will ich dieser sein?

verdrängte Empfindungen suchen Dich im Schlafe heim

ja – nein – will nicht mehr – oder doch?

Lichtblickt – Sehnsucht – Versöhnungskeim?

Erwartungen sollten dem Verständnis weichen

will ich zeigen Flagge weiß als Zeichen?

Wie oft muss man diesen Weg gehen

um in einer Freundschaft zu bestehen?


Bild: Annett Gernhardt

Lyrik

Nackte Angst

17. Juni 2011 von

Himmels.Feder

Einzelne Feder schwimmt im Zick-zack auf die Erde nieder
Böse Vorahnung küsst meine weit offenen Augen
Unruhe naht – nackte Angst durchströmt meine Glieder
Hitzige Gänsehaut – keine Luft – Poren eiskalt saugen

 

Ohrenbetäubender Knall – Aufprall – Engel vom Himmel gefallen
starre ich auf ihn herab – Schock – gelähmt und benommen
Noch apathisch – lauschen – Schreie von fern zu mir hallen
Ist die Zeit für uns gekommen – alle Hoffnung uns genommen


Bild: Annett Gernhardt

Sie erwartet ein Märchen

Dornröschen und der Typ mit dem Schwert

16. Juni 2011 von

Dü-Dü-Dü-Dü. Der Rechner sagt sachlich „Gute Nacht“. Ein letzter Blick auf das Mobile. Keine Nachricht. Geschafft vom Tagwerk krabbelt sie in ihr Bett und kuschelt sich so eng wie möglich an sich selbst. Die Augen fallen zu und die Phantasie geht auf Reisen.

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EHEC-Erreger identifiziert

Willkommen in Warnland

15. Juni 2011 von

warnschild

Ich finde ja, man müsste insgesamt mehr warnen. Finden Sie das nicht auch? Eine Kolumne, die so beginnt, liebe Freunde, zeugt von ungeheurer und geradezu kaltblütiger Finesse des Kolumnisten. Der Leser wird nolens volens in die sogenannte Story gezogen wie das ausfallende Haar in den Strudel des Duschabflusses. Zählt man nach, sind dem Autor bis hierhin mindestens drei schwerwiegende journalistische Fehler unterlaufen, drei Fehler mit fatalen Folgen. Das peinliche Zitieren aus der “Liste lateinischer Phrasen” ist davon noch der geringste.

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