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Lyrik

Breaking through

12. April 2011 von

Hoch so hoch er Wolken teilt
gefährlich, lockend, unbetreten
türmt der Gipfel auf sich mir
beim Wunschblick auf das Leben. Weiterlesen →

Untersuchungen zur Ereignislosigkeit

11. April – Von kleinen und großen Teilchen

11. April 2011 von

Elektrizität

Wissenschaft ist etwas Besonderes. Platitüd betrachtet untergliedern sich ihre Jünger in den Bereich der Forschenden und grenzen sich dadurch ab von denen der Analysierenden. Zu zweiten müssen jene Damen und Herren der Cambridge University gehört haben, die im Jahr 2010 vermeldeten, alle Tage des vergangenen Jahrhunderts untersucht zu haben hinsichtlich bedeutungsvoller Ereignisse und möglichem Potential auf noch kommende Dinge. Nun war dieses Anliegen kein einfaches. Das 20. Jahrhundert zählte nicht weniger als 36.525 Tage. Es begann mit einem Montag und endete an einem Samstag. Bis auf den Sonntag teilten sich die Wochentage gleichmäßig untereinander auf. So gab es von jedem 5218. Die Wahrscheinlichkeit, einer dieser Tage könnte der Ereignislosigkeit verfallen, schien also verschwindend gering. Und doch kamen die Forscher zu dem Ergebnis, einen Tag berechnet zu haben, an welchem möglicherweise am wenigsten geschah: der 11. April 1954.
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Zum Sonntag

Existiert Gott

10. April 2011 von

Existiert Gott

Foto: Arielle Kohlschmidt

Gastbeitrag von Jan Hufenbach

Neiße Pinkler

8. April 2011 von

Aus dem Familienalbum

Bild: Jan Hufenbach (Die Paulsens in Erkner-Grünheide 1908)

Ich bin eine Minderheit. Zumindest eine Teilminderheit. Ich bin das Produkt aus diversen ethnischen Mischehen. Ein wenig Nordfriese, ein wenig Däne und dazu etwas schlesisches, pommersches und preußisches, aufgewachsen in Niedersachsen und wer weiß, was sonst noch alles heraus käme, wenn es denn gelänge, den familiären Verwurzelungen und Verwucherungen des Stammbaums bis in den letzten Ast und zum letzten Blatt  zu folgen. Mein Vater zumindest ist mittlerweile im 17. Jahrhundert angekommen und forscht unter anderem nach Vorfahren, die in Ostrokollen, Ostpreußen, gelebt haben. Kennt dort vielleicht Jemand Jemanden, der Jemanden kennt, der….? Nun gut – am Ende der Wo-komm-ich-her Geschichte – schon klar – finalisiert sich die Suche bei Adam und Eva. Wie bei uns allen. Wie bei allen "offiziellen" deutschen ethnischen Minderheiten zu denen Roma und Sinti, Dänen, Nordfriesen und Sorben gehören.

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Lyrik

Kalter Frieden

7. April 2011 von

Weine ganz still vor mich hin
just als ich prustend Witziges nachschenke
Feindliche Stimmungen in einem schmalen Bauch
in guter Nachbarschaft am Tatort Tresen. Weiterlesen →

Allein, allein.

Duell in der Dämmerung

6. April 2011 von

Abends, im Schatten der Dämmerung, schleicht sie sich an. Umfasst mich von hinten mit ihren scharfen Krallen. Lässt keinen Widerstand zu. Und flüstert mir ins Ohr. „Na?“ Dieses „Na?“ hat nichts Gutes zu bedeuten. Es ist nicht etwa die Frage, wie mein Tag gewesen sei. Ob ich Appetit auf Pasta hätte. Oder erst auf Vögeln. „Na?“ trifft mein Ohr wie ein eisiger Windstoß. Die Einsamkeit ist da. Weiterlesen →

Lyrik

Liebe

4. April 2011 von

Liebe

Er liebte seine Frau so sehr,
dass es ihm wehtat,
wenn sie ihm
seine Liebe nicht täglich bestätigte.

Foto: René Beder

Autor

Ohne Kommentar

Oh Herr

3. April 2011 von

Oh Herr

Foto: Martina Kohlschmidt

Hart an der Bahnsteigkante

Der frühe Wurm

2. April 2011 von

Winter

Heiterkeit ist nicht jedermans Sache. Ist ja auch ein gefährliches Ding, an dem die Finger schneller verbrannt sind als am Kuschelofen heiterfreier Beliebigkeit.

Wieder einmal habe ich mich früh aufgemacht, um meinem Städtchen den Rücken zu kehren. Außer einem mürrischen Mann, der gleiches mit den Straßen tut, begegnet mir an diesem Morgen keiner. Das ist nicht die schlechteste Bilanz, bedenkt man die ausgesprochen miese Laune der meisten Menschen auf ihrem Weg zum Schafott.

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Ein kleiner Gott sein

Kreativ auf Knopfdruck

1. April 2011 von

Kreis

Bild: Arielle Kohlschmidt

Als ich noch klein war, habe ich immer gesagt: Ich will nie einen Beruf ausüben, in dem ich kreativ sein MUSS. Ich hatte allen Ernstes vor, mir einen drögen Beruf zu suchen, in dem ich an nichts denken muss, in den ich keine Kraft rein geben muss, der wie ein langer Traum jeden Tag bedeutungslos an mir vorbeizieht. Der Gedanke, mein Bestes irgendeinem Chef zu geben, kam mir gruselig vor. Die Chefs meines damaligen Kinder-Lebens (sprich: die meisten Lehrer) verachtete ich in ihrer Verlogenheit und der gleichzeitigen Bedrohung, die sie ausübten.
Heute mach ich ganz genau das, was ich damals nie wollte. Mit viel Freude. Ich bin kreativ. Auf Knopfdruck. Wann immer es sein muss. Von 10-12 und von 14-16 Uhr zum Beispiel. Nicht so gern früh um acht. Am allerliebsten wenn es dunkel ist und still.

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