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Gastbeitrag von Jan Hufenbach

Goldrausch

8. Februar 2011 von

Gold

Bild: Arielle Kohlschmidt (Fisch aus dem Lausitzer Goldfund von Vettersfelde)

Ich bin im Goldrausch. Gold, Gold, Gold. Das ist mein neues Mantra. Ich summe und denke es den ganzen Tag. Gold, Gold, Gold. Goldgräber, Goldschatz, Goldbarren, Goldrausch. Ich lese es in den Zeitungen, höre es im Radio und finde es im Internet. Gold. Wie ein Fieber. Nuggets klicken in der Hosentasche. Und nicht nur ich bin im Rausch. Die halbe Lausitz rauscht und träumt vom Gold, das hier im Boden liegt, das uns alle glücklich machen soll. Allen voran die brandenburgische Gemeinde Spremberg. Dort soll es aus dem Boden geholt werden das Gold, neben dem vielen Kupfer, das in den Tiefen schlummert. Denn deswegen wurde ursprünglich gebohrt.

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Aus der Besenkammer

7. Februar – Von Bohlen und anderen Hölzern

7. Februar 2011 von

Ein flüchtiger Blick in den Kalender erheitert mich. Wer hätte das gedacht? Einst braver Sohn aus gutem Hause, erfolgreich bestandenes Abitur und auf Wunsch der Eltern Studium der Betriebswirtschaft, ergötzt er heute durch bitterbösen Humor die deutsche Fernseh-Nation. Den Grundstein legte er allerdings bereits vor 30 Jahren, damals noch unbekannt und, glaubt man Spöttern, wenig talentiert. Doch im Nebelzustand angelsächsischer Unterhaltungstristesse sollte auch ihn das Glück des Fleißigen ereilen. Der Durchbruch kam schnell, intensiv und in Form eines Duos. Über Jahre versorgten sie die Hitparaden der 80er Jahre Fokuhila-Generation mit Songs à la “Du bist mein Herz, Du bist meine Seele” oder “Du kannst gewinnen, wenn Du willst”. Zwar war ihm eher die Rolle des Keyboard schwingenden Trainingsanzugs zugeschrieben, als dass er durch vokalistische Qualitäten auf sich aufmerksam machte, allerdings tat diese aus heutiger Sicht eher peinliche Backgroundbespaßung dem Aufstieg zu Deutschlands bekanntester 1-2-Tip-Band keinen Abbruch. Mit den Wendeereignissen des auslaufenden Jahrzehntes kam das Ende. Techno erlöste die englischsprachigen Schlagerföns, MTV und VIVA verdrängten Kai Böckings Formel 1. Nicht, dass ich sie vermisst habe, und auch nicht, dass es mir schwer fiel, ohne ihre Star-Schnitts und Bravo-Supersize-Poster auszukommen, doch irgendwie erging es mir 11 Jahre nach der Trennung wie vielen anderen. Reunion! Come Back! Auferstehung! Zugegeben, nicht mit vielen neuen Hits, doch wer wollte die schon hören. Nein, die Erinnerung an die guten alten 80ger, peppig aufgemacht in Stottergesang avancierten Remakes, etwas mehr Drum’n'Bass, etwas kürzere Fokuhila. Sie waren wieder da! Modern Talking!

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Einfach mal ausprobieren

14 Arten Schwung ins trübe Leben zu bringen

3. Februar 2011 von

Schwung

Lustlos? Träge? Oder einen Schwarzen Peter verschluckt? Macht nichts. Das kommt in der besten Kinderstube vor. So individuell gestrickt wie wir sind, so unterschiedliche Techniken lösen unsere Sorgen. Leider nicht immer sehr lang anhaltend. Und ich gebe auch zu: Es hat immer etwas damit zu tun, dass man – nun ja – etwas tun muss, wozu man ja genau in dem Moment keine Lust hat. Ein Schrittchen muss also getan werden. Wenn es das richtige ist, dann rollts anschließend wie von allein. Hier meine Tipps, die beliebig ergänzt werden können.

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Grünes zwischendrin

Wenn Scherben blühen

2. Februar 2011 von

Junger Pflanzentrieb in Schrotthaufen

Foto: Kathleen Mangatter

Kleinigkeiten sind es oft, die uns belehren können, wie entbehrlich Menschhand auf unserer Erde ist, Kleinigkeiten sind es…

Lyrik

Verirrung

1. Februar 2011 von

Wald

Als ich mich neulich im Wald verirrte,
begann ich die Bäume zu zählen.
Hörte bei 360 auf -
es war ein mühsames Geschäft.

Muss man wohl so sagen.
Aber so konnte ich wenigstens
mit Recht behaupten,
mit allen Verwandten und Bekannten des Waldes
vertraut geworden zu sein.

Es gab mir das Gefühl des Geborgenseins.
Jetzt kannte ich wirklich viele -
ohne bei Facebook Mitglied zu sein.

Bild: Arielle Kohlschmidt

Zeitzeichen

31. Januar – Von Kaffee und Terroristen

31. Januar 2011 von

Kaffeefilter

Ich liebe Kaffee. Altmodischen Kaffee. Natürlich trinke ich auch modernen Kaffee. Die Zeit bringt es einfach mit sich bzw. lässt es nicht mehr zu. Frau Bentz hätte das anders gesehen. Für sie war die Zubereitung eines guten Kaffees ein Teil ihres bürgerlichen wenn auch kleinen Wohlstandes, gehörte zeremoniell zur sonntäglichen Vesper mit Dresdner Eierschecke und feinem Spritzgebäck. Dass jedoch auch Frau Bentzes Welt nicht geprägt war von Perfektion, verbindet uns. Weiterlesen →

Lyrik

Logisch

25. Januar 2011 von

torga

Wenn du mich morgen verlässt,
werde ich todunglücklich sein.

Wenn du mich übermorgen verlässt,
werde ich schon lange tot sein.

Foto: Annett Gernhardt

Welt der Wirtschaft

Woher, wohin.

24. Januar 2011 von

schoko

Eine gute Freundin des Hauses überraschte mich kürzlich mit der Mitteilung, sie sei gerade im Begriff, Herkunftsschokolade zu essen. All meine Höflichkeit zusammenraffend, gab ich ihr die Chance, mich verhört zu haben, sei es aufgrund meines Alters, sei es aufgrund ihres gleichermaßen vollen wie vermutlich auch schokoladenverschmierten Mäulchens, mit welchem man ja bekanntlich nicht spricht.

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5/11

Best of Fürst Pückler

20. Januar 2011 von

Best of Fürst Pückler

Zitat: Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785-1871)
Grafikdesign: Arielle Kohlschmidt

Der Kriminalroman geht weiter

Die Akte Speedy – Reloaded

19. Januar 2011 von

speedy-reloaded

Was bisher geschah: Speedy findet Konstruktionspläne im geheimen Wäschekeller seiner Mutti. Alles explodiert.

Mit Speedys Skateboard stimmt etwas nicht, es zieht nach links. Hat die Explosion das Rad verschmurgelt? Nein, der Grund ist ein kleiner Schlüsselanhänger, dessen Aufhänger sich um die Achse gerollt hat. Speedy piddelt die Schnur heraus und schaut ihn sich an: Ein kleiner Troll von seiner Mutti, die Haare etwas angesengt. Eine Träne schießt in sein Auge. Mutti! Ist sie tot? Hat sie überlebt?

Nun denn, genug Gefühlsduselei, denkt er sich, fährt zu seinem Kumpel und spielt erstmal ‘ne Runde Malefiz und trinkt ein Gläschen Riesling (1997-er Kreuzberger Südhang).

“Speedy, alter Heuler” sagt sein Freund Kalle und schaut ihn bedeutungsvoll über den Rand seines Glases Himbeerbrause an, “Speedy, hör mit Flennen uff und rück den Stein endlich weiter. Weiterlesen →

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