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Moralinsaure Nierchen

Die Wiederkehr der Grauen

5. Mai 2014 von

Bild: alltagskunst

Bild: alltagskunst

Vermutlich fange ich vor Wut demnächst an zu rauchen. Ich weiß um die furchtbaren Risiken des Rauchens. Mattes, stumpfes Haar und unschöne Aschereste auf meinem schwarzseiden lackierten Nachttischchen nehme ich billigend in Kauf. Was wird die Beigehfrau fluchen. Aber ich weiß andererseits eben auch um den Preis der Freiheit. Eine Freiheit, für die ich nicht im Herbst 89 unter großen Gefahren in einem gebrauchten Studentenmercedes nach Berlin gefahren bin, um sie jetzt auf dem Altar der Gutmeiner schächten zu lassen. Weiterlesen →

Andrea Sommer

männer tunen ihren scheitel?

2. Mai 2014 von


 

..und wieder mal erregt ein haar-spot meine aufmerksamkeit.
männer färben nicht – sie tunen.
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Frank Hoffmann

Die leiden des jungen h oder leaving the world

30. April 2014 von

Bild: finemsequi

Bild: finemsequi

ich bin weder depressiv noch hab ich suizidale gedanken, aber eins verwundert mich, woher kommt mein drang zur selbstzerstörung? Hab ich mal was, was mich erfüllt und mein leben bereichert, habe ich nichts besseres zu tun als es zu zerstören. Weiterlesen →

Ohren auf

Privater Datenschutz

28. April 2014 von

Foto: Skley

Foto: Skley

Momentan schlagen die Diskussionwellen wieder hoch. Die Luxemburger Richter haben erklärt, dass die deutsche Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung unvereinbar mit der europäischen Grundrechtecharta ist. Keine Frage, sie halten diese Richtlinie für geeignet und notwendig zur Bekämpfung schwerer Kriminalität und zum Schutz der öffentlichen Sicherheit. Weiterlesen →

Henning H. Wenzel

Igel im Rock’n’Roll

24. April 2014 von

Bild: jntns

Bild: jntns

Als Einar auf den Igel trat, war es für ihn eigentlich schon zu spät. Das Tier war längst tot und Einar war einer, der Igel ohnehin nicht leiden konnte, denn die hatten zu viele Flöhe und stanken entsetzlich. Deshalb versuchte Einar erst gar nicht, nicht auf den Igel zu treten, denn nach dem Stoß, den er erhalten hatte, wäre das auch nicht möglich gewesen. Der Stoß traf ihn mit einer solchen Wucht, dass der kurze Kontakt mit dem Igel eher zufällig geschah und Einar, zu spät wie immer, gerade noch nach dem Mikrofonständer greifen konnte, bevor er von der Bühne stürzte.
Er verfehlte den Ständer und fiel.
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Wie immer gewoben aus Liebe

Übergangszeit

22. April 2014 von

Bild: moments in nature by Antje Schultner

Bild: moments in nature by Antje Schultner

Osterzeit. Frühlingszeit. Zeit für Übergangsjacken. Nicht vieles auf der Welt, abgesehen vom Geruch verbrannter Gliedmaßen in einer nahe Cloppenburg gelegenen Müllverbrennungsanlage, erscheint mir so von Herzen abstoßend wie das schwiemelige Wort Übergangsjacke. Es gibt, sagen wir an dem einen Ende der Geschmacksskala hinreißend schöne Jacken. Und es gibt auf der anderen, der bösen Seite senffarbene Cordjacken für halblinke Junglehrer, um den textilen Spagat nicht über die Schmerzgrenze auszudehnen. Weiterlesen →

Männer am Feuer

Oste-rei

19. April 2014 von

ostern
Draußen ist ein recht milder Frühlingsabend. Das frische Grün wirkt durch die Beleuchtung der tief stehenden Abendsonne noch intensiver und macht die dunkle Kahlheit der Natur durch den Winter schnell vergessen. Wer den Winter erlebt hat kann nur aus schon gemachter Erfahrung wieder an den Frühling glauben. Weiterlesen →

Andrea Rachui

Der Morgenspaziergang

17. April 2014 von

Bild: FOTOKIOSK

Bild: FOTOKIOSK

Vom Schlafe befreit nach langer Zeche
Durch des Weckers lauten, betäubenden Klick,
dröhnt im Kopf ein Schmerzesblick.
Der schöne Traum, in seiner Schwäche,
zog sich in ferne Schwaden zurück. Weiterlesen →

Andi Herrmann

„Sprechen Sie Andi?“ Heute: Sprachorigami

16. April 2014 von

Bild: Lara Cores

Bild: Lara Cores

Alter Falter. Warum sagen wir das eigentlich?

Handelt es sich hierbei um jenes Geschöpf, welches die Luft zerschmettert und sich dabei über die Wiese bewegt? Oder ist es deren Nachtverwandtschaft, die in ihrer Einfalt in die Hemdfalten einfällt, um dort Löcher zu hinterlassen? Vielleicht faltet aber auch der Alte gerade den Tatverdächtigen. Nein, wartet! Es geht um den ollen Notenvielfalter Harold Faltermeyer. Genau, das wird es sein. Weiterlesen →

Andrea Rachui

Dekadenz ist Durchschnitt

14. April 2014 von

Bild: Quincena Musical

Bild: Quincena Musical

Es gibt Sonntagvormittage, die sind so leer, dass sie nur mit zünftiger Opernmusik zu ertragen sind. Verdi oder Puccini, vornehmlich. Ich traue mich das sogar bei geöffnetem Fenster, auch wenn die Nachbarn zur Strafe für den Rest des Tages mit dem “Besten von heute” aus dem Dudelfunk dagegen halten. Krieg der Welten ist das. Irgendwann werde ich mich ergeben und das Fenster schließen – entweder die „Traviata“, oder Frischluft, beides gleichzeitig geht nicht. Kein Wunder, dass Violetta am Ende immer lungenkrank stirbt. Weiterlesen →

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