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Steffen Förster

DDR 2.0 Teil IV

2. Juni 2014 von

Transit

Ministerrat
der Deutschen Demokratischen Republik streng vertraulich
Ministerium für Staatssicherheit
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Henning H. Wenzel

Wort wor wortewo Worte.

30. Mai 2014 von

Nach mehreren verlegerischen Abweisungen, änderte der bisher unbeachtete Autor Wortewo W. Wortew seine eingereichten Manuskripte, in dem er den Text durch Worte ersetzte. Von nun an rissen sich die Verlage um seine Manuskripte wie diesem hier: Weiterlesen →

Unter deutschen Dächern

Undercover

28. Mai 2014 von

CVJM

Wütend blitzen zwei zu engen Schlitzen zusammengekniffene Augen aus den Fernsehschirmen der Nation. Knöchern wedelt ein faltiger Zeigefinger bedrohlich auf die Zuschauer zu. Gallig-gelber Auswurf bricht sich in kleinen Brocken die Bahn und verleiht den Mattscheiben einen Michglaseffekt. Günter Wallraff ermittelt wieder. Wie ein längst erkaltet geglaubter Vulkan speit der alte Mann seine glühende Aufklärungslava über das Land. Weiterlesen →

Stilzkin

Verdrängung

27. Mai 2014 von

Bild: me_maya

Bild: me_maya

Ich laufe durch meine Stadt, sie ist grau für mich. Wo ist ihre Farbe, ihre Schönheit hin? Ich suche vergebens die Farbe, die mich erhellt. Oder ist es nicht die Stadt, die ihre Farbe verloren hat, sondern ich? Ich ziehe weiter, mein Weg führt mich vorbei an Straßen und Plätzen, gefüllt mit Touristen. Wenn ich in deren Gesichter sehe, erkenne ich nichts außer dem grauen Schatten. Es liegt nicht an meiner schönen Stadt und auch nicht an den Menschen in ihr, dass ich alles nur Grau sehe. Nein, es liegt an mir. Vielmehr an dem Schmerz den ich in mir trage. Weiterlesen →

Andi Herrmann

„Sprechen Sie Andi?“ Heute: Sprachorigami zwei – sich hinfort setzende Falten

26. Mai 2014 von

Bild: Georg Sander

Bild: Georg Sander

Es wurde von einigen Lesern der Wunsch nach einer Fortsetzung von Sprachorigami (über falten/Falten) geäußert. Am Anfang dachte ich ja: „Eine Fortsetzung? Kannste knicken!“ Und genau das war dann auch ausschlaggebend, dass ich es eben nicht wie ein Faltblatt in die dafür vorgesehene runde Ablage verfrachtet habe, sondern mich der kniffligen Aufgabe gestellt habe. Denn, wenn es um Sprachbetrachtung geht, kenne ich doch den einen oder anderen Kniff, da kneife ich dann lieber nicht. Weiterlesen →

Ich glaube, das wird ziemlich genau so.

Die Schrecken des Vater-Seins in drei Episoden

23. Mai 2014 von

Bild: henscheck

Bild: henscheck

Ein Kind ist wie ein Mixer. Der keinen Deckel hat. Und immer an ist. Man hat also immer Arbeit damit und was man hinein gibt, kommt auch wieder raus. Sabber am Mund, vollgeschissene Windeln, erhöhter Platzbedarf in engen Gängen durch Kinderwagen, die Transformation in einen wandelnden Feuchttuchspender. Ungläubige Blicke fremder Menschen, eingeschränkte soziale Kontakte, Aufgeben der eigenen Würde und Aufnehmen der Kindersprache. Wie es in Wirklichkeit kommt, kann man sich nur schwer ausmalen und meistens kommt es anders als man denkt. Weiterlesen →

Hommage an einen, der's verdient hat.

Altmann-Tag

22. Mai 2014 von

Bild: Apolonia Wieland

Bild: Apolonia Wieland

Als mein Wecker nicht wie immer um 6:29 Uhr klingelt, bin ich verwirrt. Statt mich ordnungsgemäß zu wecken, spielt das Ding „Der 12. Mann“, die musikalisch äußerst fragwürdige Fußballhymne von Dynamo Dresden. Aus meinem linken Ohr schießt sofort ein ansehnlicher Schwall Blut. Ich haue mich auf das rechte und nicke nochmal ein. Heute ist Altmann-Tag. Weiterlesen →

Eileen-Maria Wagner

Die große Stille

21. Mai 2014 von

Bild: FElix NoeLLe

Bild: FElix NoeLLe

Wir sind alle irgendwie beschädigt, wie’s aussieht. Manche von uns mehr als andere. Wir tragen die Schäden aus unserer Kindheit mit uns herum und dann, als Erwachsene, teilen wir so gut aus, wie wir können. Letzten Endes richtet jeder von uns mal Schaden an. Und dann machen wir uns an die Arbeit und versuchen zu reparieren, was zu reparieren geht.

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Andi Herrmann

Der Gedankensturm

19. Mai 2014 von

Bild: U Kersting

Bild: U Kersting

„Versager!“ hämmerte es in Salven eines Maschinengewehrs durch seinen Kopf. Die Kugeln zerfetzten die Nervenbahnen, legten das ohnehin schon zusammenbrechende Gedankensystem frei. Blanker Wahn trat hervor, verhöhnte ihn, machte ihn zu einer Karikatur seiner selbst. „Alles sinnlos!“ stotterte es wie ein Presslufthammer im Offbeat einstimmend. Weiterlesen →

Verena Maria Dittrich

Gallseife mit pürierter Trauer

16. Mai 2014 von

Bild: Herr Olsen

Bild: Herr Olsen

Irgendjemand hat mal zu mir gesagt, das mit der Trauer käme immer erst später. Im vergangenen Jahr starb mein Vater. Ich will mich nicht in Details über sein Leben oder seinen Tod verlieren, ich wusste, dass er eines Tages sterben würde, wie wir eben alle eines Tages sterben werden. Hin und wieder habe ich versucht, mich mit dem Tod auseinander zu setzen, aber meist macht man das entweder, wenn man betrunken ist oder nachts, wenn man wach im Bette liegt und nicht einschlafen kann. Weiterlesen →

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