Kontakt | Impressum
Gesundheit

Es gibt so Tage….

7. August 2010 von

Affen, kuscheln, Zoo

…da erträgt man die Fliege an der Wand nicht, die harmloseste Anrede bringt den inneren Norman Bates zum Vorschein und der kleinste Funke löst einen Supergau aus. Ich maße mir an, gemahnt an meine heutige eigene millitante Stimmungslage ins Weite zu brüllen:

“Kuscheln statt Killen!!!”

Foto: Kathleen Mangatter

Von oben betrachtet

Wetter, Wetter, Wetter….

6. August 2010 von

Regenbogen, Sackgasse

Foto: Kathleen Mangatter

Eine Replik zur ehrenwerten Katharina Hoffmann

Anti-Sandmännchen

5. August 2010 von

Schlafende Katze

Die hochverehrte Katharina Hoffmann hat in ihrem Beitrag „Sandmännchen“ mit spitzer Feder ein pralles Sittengemälde der Sandmännchenzunft gezeichnet.

Als ich die Stelle las, an der das joviale Sandmännchen im Trainingsanzug auftritt – also das Anti-Sandmännchen, dachte ich bei mir: Also, dieser Typ würde mich sofort einschläfern. Vermutlich hat jeder Mensch sein eigenes Anti-Sandmännchen. Schon Sartre sagte: “Das Anti-Sandmännchen – das sind die anderen.” Mein Anti-Sandmännchen sieht anders aus.

Es ist Nacht. Heiß und stickig. Ingolf wälzt sich in seinem Bett herum, stöhnt genervt auf, wälzt sich erneut. Es klopft.

Weiterlesen →

Gastbeitrag von Jan Hufenbach

analoge geschichten

4. August 2010 von

Brief

als wir noch analog waren,
haben wir uns briefe geschrieben,
kleine zeichnungen dazu gemalt,
ein foto dazu gelegt oder ein blütenblatt
oder ein paar tropfen vom vor-nächtlichen
parfüm versprüht. wenn ein brief von dir kam,
warst du spürbar bei mir.

Weiterlesen →

Nachts und draußen

Fantastisches

3. August 2010 von

Manchmal treibt mich mein unsteter Geist nachts aus dem Bett und ich treibe mich in Sachsens Landen herum – warum? Keine Ahnung – es könnte senile Bettflucht sein, zu viele Gummibärchen während des zweiten Sandmännchens oder einfach weil ich eben nachts gern mal spazieren gehe, furchtlos den Gefahren des gemeinen nächtlichen mitteleuropäischen Waldes trotzend und natürlich immer bewaffenet bis an den Unterrock. Es ist nun schon fast ein Jahr her, das mich bei einem solchen Ausflug ein rücksichtsloser Nymphrich um ein Haar über den Haufen geritten hat – seither meide ich im Hochsommer die Moritzburger Gegend, wenn die Nacht der Nymphen kurz bevor steht…

Foto: Kathleen Mangatter

Live aus Klein Priebus

Die heißeste Nacht des Jahres

2. August 2010 von

fotosession

In den von Meteorologen so genannten tropischen Nächten (+25 Grad) kann man meist nicht schlafen. Die gibt es hier im kühlenden Neißetal höchstens einmal alle vier Jahre. Vor einigen Wochen war es soweit. Mitternacht und das Thermometer an der Hauswand zeigte noch 32 Grad. Da wir schon den ganzen Tag drinnen geschwitzt hatte, wollten wir das jetzt auch draußen erleben. Bei einem ausführlichen Spaziergang begegneten wir einer Menge Wild auf dem Weg zum Wasser und auf der Dorfstraße zwei schwankenden jungen Männern in kurzen Hosen mit einem Bierträger in der Hand. "Guten Abend" sagten wir als anständige, durchtrainierte Dorfbewohner. Aber weder das übliche "muff" oder "mäff" kam, was man von Betrunkenen mindestens erwartet hätte. Das muss die Hitze sein, dachten wir uns. Und das müssen die vom tagsüber aufgebauten Zeltlager sein. Wir verziehen den Unbekannten diese Unhöflichkeit.

Nun war es halb eins und an schlafen nicht zu denken. Wir spähten einem schnaufenden Igelmann nach, der es gleich mit zwei Igelfrauen trieb, woraufhin wir uns zu einer kleinen Fotosession hinreißen ließen. Spät, aber glücklich von dieser heiteren Nacht fielen wir irgendwann sanft in den Schlaf.

Am nächsten Morgen war das Dorf ein anderes. Polizei.

Weiterlesen →

Klima

Freigeistig

30. Juli 2010 von

Harte Zeiten, erfordern harte Mittel oder eben unkonventionelle Ideen, um mit kalten Getränken Körper und Geist auf sinnvolle Betriebstemperatur zu kühlen. Und wenn das ganze dann noch im Zeichen der “Resteverwertung” geschieht, lacht doch des Grünen Herz.

Foto: Kathleen Mangatter

Betrachtungen eines nautischen Klippschülers (7 u. Ende)

Die weiße Olive

29. Juli 2010 von

Fata Morgana

“Land in Sicht, Land in Sicht” krächzte der einäugige Rabe aus den Wanten und schlug mit seinem zerschlissenen Flügel aufgeregt Richtung Oost-Südoost. Ungläubig starrten wir über die spiegelglatte See und tatsächlich tauchten am Horizont allmählich die vertrauten Konturen unseres Heimathafens auf.

Weiterlesen →

Wehret den Anfängen

Unland

28. Juli 2010 von

Kulturmacher

Ein Freund von mir sagte einmal: "Kultur ist, wie ein Mensch auf dem Klo sitzt. " Deshalb findet man auch auf jedem Dorf Kultur.

Kultur auf dem Land macht meistens Krach. Soviel Krach, dass es sogar gesetzliche Ruhezeiten dafür gibt. Und manchmal entbrennen gar Streitereien darüber und quälende Gerichtsverfahren ziehen sich nach. Bestes Erkennungszeichen aller kulturvollen Landbewohner ist der gemähte Rasen. Das lassen sich selbst die Dorfassis nicht nehmen. Das muss sein. Der Rasenmäher gehört zur Grundausstattung (würde mich mal interessieren, ob die Arbeitsagentur das auch so sieht).

Weiterlesen →

Hallo Herr Kaiser

Hör gut zu, traue mir….

27. Juli 2010 von

Python

…singt einlullend Kaa in Disneys Adaption auf Kiplings Dschungelbuch. Ich hatte irgendwie das Gefühl, ich sitze mit meinen Kindern genau vor dieser Filmszene, als ich neulich einem Versicherungsbetrüger *räusper* – vertreter gegenüber saß und mir gebetsmühlenartig eingetrichtert wurde, wie wichtig Riester & Co für meinen Lebensabend sei.

Nein, die Schlange hat mich nicht gefressen, aber wenn ich so recht drüber nachdenke – Lebensabend? Vielleicht sollte ich doch noch mal mit der Schlange sprechen …

Foto: Kathleen Mangatter

Seite: zurück 1 2 3 ... 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 vor