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Gastbeitrag von Bernd-Ingo Friedrich

Fünf Tage, fünf Sinne – Protokoll einer Woche

27. September 2010 von

Ophelia

"Ein schlechtes Wetter gibt es nicht,
schlecht ist bloß der Wetterbericht."

Die Katze liegt zusammengerollt auf dem Bett und schnarcht.
Katrin schlendert, einen Männerbaß imitierend, in ihre Raucherecke.
Ich kümmere mich um den Abwasch und pfeife den Säbeltanz.
6. Juni, nach dem Frühstück, Kaiserwetter.

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Inkorrekt

Ich finde Kinder doof

24. September 2010 von

Vorhanggucker

Ich kann überhaupt nichts mit Kindern anfangen. Sie stören mich. Daher möchte ich auch keine eigenen. Nicht mal eins. Ich selbst war auch nie eins. Wenn ich das kundtue, ernte ich vermeintlich wissendes Lächeln, verbunden mit geschlossenen Augen und einem leichte Kopfnicken. Wie mich das nervt.

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Besitz besitzt Dich

Die Erbin

23. September 2010 von

Glück und Geld

Das Erben ist eine schöne Sache. Und ein schönes Thema. Es regt die Fantasie an und treibt Blüten. Am besten kommt es unverhofft über einen. Ein Anruf. Ein unbekannter Groß-Groß-Onkel verstarb in hohem Alter mit einem Glas Whiskey in der Hand in den USA. Er war ein Geizhals und besaß deshalb auch ein sehr hübsches Vermögen. Kein weiterer Erb-Anwärter lauert weit und breit. Und alles ist so weit weg in Raum und Zeit, dass man nicht mal zur Beerdigung muss. Herrlich. Da fließen die Tränen nur so herunter an dem vom Schicksal begünstigten Glückspilz.

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Eine Sozialreportage

Die Kinder vom Bahnhof Mexikoplatz

22. September 2010 von

“Nein, Mama! Nimm mir bitte nicht den Apfel weg!” – “Doch! Du warst böse – hörst du – BÖSE!”

Martha, 9, kennt keine Gnade, wenn sie Playmo zockt – so heißt das in ihrem Slang.

Drei Stunden am Stück kann Martha mit den Plastikpüppchen spielen, unterbrochen nur von einem Vollkornbrot, einem Glas Milch und einer kurzen Radtour mit einer Freundin. Weiterlesen →

Entschleunigung

Dann mal los!

20. September 2010 von

Weinbergschnecke

Foto: Kathleen Mangatter

Was wäre, wenn man sich nicht immer nach der Uhr richten müßte, sich einfach dem Rhythmus des Lebens anpasste – würde das funktionieren? Auf diese Frage brachte mich unlängst mein kleiner Sohn, der nun seit fast 5 Wochen Schulkind ist und sich noch nicht so recht mit den neuen Alltagszwängen abfinden mag. Warum muss denn Schule ausgerechnet um 8:00 Uhr anfangen, wenn er eigentlich da noch gar nicht Lust auf Zahlenakrobatik hat? Warum kann ihm das große gedruckt “M” nicht um 16:30 Uhr beigebracht werden, wenn er “Bock hat” zu lernen? So recht vermochte ich ihm diese Fragen nicht beantworten, denn die Phrase, dass eben alles seine Ordnung haben müsse und eine Gesellschaft von Menschen nur funktioniert, wenn Regeln beachtet werden, wozu eine gewisse zeitliche Regelung des Lebens notwendig sei, hat er schlichtweg entkräftet – kindlich genial, unumstößlich mit der Aussage, er hätte noch nie einen echten Indianer mit Armbanduhr gesehen…

Schwester Agnes empfiehlt

Lomi? Kann man das essen?

15. September 2010 von

massierende Hände

Foto: Daniel Mangatter

Nein, kann man nicht – aber man kann es ebenso genießen wie ein mit Liebe bereitetes Mahl.
Ursprünglich stammt Lomi aus Hawai als ein Teil traditioneller Heilkunst. Wer sich in die kundigen Hände eines gut ausgebildeten Masseurs begibt, wird in eine Welt aus Duft, Musik und Berührung entführt, wer sich dann noch auf dieses Erlebnis mit Körper und Geist einläßt, kann seiner Seele Kurzurlaub schenken.
Lomi hat sinnliche Komponenten wie auch therapeutische – vielleicht eine Alternative zu dem Feierabendbier zum “Runterkommen”, dem Prosecco zum “Draufkommen” und dem Aspirin gegen die “Folgeschäden”…

Arielle Kohlschmidt

Oh Du schönes Österreich

14. September 2010 von

gutes altes Österreich

Österreich war meine zweite West-Urlaubsreise. Ich war 14 und stinksauer auf meine Eltern. Gerade hatte ich in einem Klub fast die Eroberung meines damaligen kurzen Lebens gemacht und dann standen meine Eltern Mitternachts draußen und holten mich ab. Wie wäre mein Leben anders verlaufen, hätte ich in dieser Nacht… naja.
Berge über 1300 Meter hatte die DDR ja nicht, also mussten die besichtigt und auch erfahren werden. Gerade auch als nicht volljährige Tochter.


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Psychologiker heute

Stille ist Luxus

13. September 2010 von

Herbstlaub im Wasser

...wird es ganz still an jedem See

Es ist schon so, gerade das, was nicht zu haben ist, begehrt man oder frau am meisten – wenn die Nachbarn in einer Doppelhaushälfte tagelang Wände rausreissen und zwischen morgens sieben und abends neun Vorschlaghämmern und diversen anderen lärmerzeugenden Werkzeugen keine Pause gönnen, scheint doch der stille, versteckte See das Paradies zu sein. Andererseits kann ich es kaum ertragen, wenn so gar keine Geräuschkulisse wahrnehmbar ist – dann finde ich einfach keine Ruhe. Verrückt, oder?
Foto: Kathleen Mangatter

Gastbeitrag von Bernd-Ingo Friedrich

Alle ersetzen

10. September 2010 von

Schoeppenbuch

Ich bearbeite ein Manuskript. Um Zeit zu sparen, ersetze ich in den Anmerkungen "VA" (Verwaltungsarchiv) mit Hilfe von "Bearbeiten" und "Alle ersetzen" durch "StAWSW" (für Stadtarchiv Weißwasser). Dann lese ich mir die Anmerkungen durch und sehe – so aus den Augenwinkeln – StAWSW im Text stehen. Was, zum Teufel, ist das denn!? "StAWSWter"?

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Schöner wohnen

Des Kleinbürgers Träumchen….

9. September 2010 von

…das Häuschen im Grünen…

Foto: Kathleen Mangatter

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