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Gästezimmer
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Absinth Rausch I

12. Mai 2015 von

Bild: Christophe Maclaren

Bild: Christophe Maclaren

Wieder sitz ich hier am Pulte,
Schlaf ist nah und doch so fern,
und am schwarzen Himmelszelte
leuchtet einsam nur ein Stern. Ganzen Beitrag lesen →

Kein Liebesbrief 2.0

29. Dezember 2014 von

anitakostblog

 

Lieber Robert,
während ich dir diese Zeilen schreibe, sitze ich auf meiner Treppe, die zum Strand führt. Vermutlich kennst du meine Treppe gar nicht, weil sie dich, wie alles andere von mir, schlichtweg nicht interessiert hat.
Mein Herz habe ich mitgenommen. Es muss sich erholen von deinem Schauspieltalent und deiner maßlosen Selbstherrlichkeit. Deinen Rotwein nahm ich auch mit. Zeitweilen überlegte ich zwar, ihn über deine Klamotten zu kippen, aber ich wusste, er konnte noch für viele Dinge nützlich sein. Zum Wärmen an einsamen Tagen oder so wie jetzt: zum Feiern dessen, dass ich dich los bin.

Du warst ja so grenzenlos verliebt in mich und du hast alles für mich getan. Tausende Kilometer hast du in deinem Auto verbracht, nur um endlich deine tiefe Sehnsucht nach mir zu stillen. Alle Hebel hast du in Bewegung gesetzt, nur um mir zu zeigen, wie ernst es dir mit mir ist. Davon habe ich zwar nichts bemerkt, aber du hast es mir und meinen Freunden zumindest immer wieder erzählt. Vielleicht um es selbst so lange zu hören bis vor allem auch DU es glaubst.

Deine Lippen, die deine zarten Worte formten, und deine Stimme, die so warm und gesättigt von der Liebe mein Herz erwärmten, versprachen mir das aufrichtige und ewige Glück mit dir, dem guten, selbstlosen Menschen. Das Halten war dann aber doch zu schwer und zu viel, denn um etwas zu halten, müsste man ja etwas tun.

Obwohl du mich belogen hast, verzieh ich dir nicht nur alles, ich half dir noch in deiner Not und Hilflosigkeit. Ich stand stützend hinter dir, während ich dir die Anleitung für dein Leben Tag und Nacht vorlas. Du hattest mich. Die schlagfertige, intelligente Schöne, die du draußen und nach außen auf Händen trugst, aber hinter verschlossener Tür mit Füßen tratst.

Du pfiffst, ich sprang. Bis zu dem Punkt, an dem ich dein Selbstmitleid nicht mehr ertrug und nicht mehr als Ventil deines Frustes dienen wollte. Ganzen Beitrag lesen →

Mein persönliches Stenkelfeld oder Aufstellen eines Weihnachtsbaumes

18. Dezember 2014 von

Sicherlich kennt der eine oder andere die furchtbaren Weihnachtsgeschichten aus Stenkelfeld. Ich hab nach dem anhören immer Muskelkater im Zwerchfell. Dieses Jahr hatte ich mein ganz persönliches Stenkelfeld. Ganzen Beitrag lesen →

Mandarinentorte

20. Februar 2014 von

Bild: girlstyle

Bild: girlstyle

Der Montag brachte nichts. Ich war zu geschafft. Das Wochenende hatte mich ausgelaugt und Harrys bescheuerter Abtritt am Sonntag mein Gehirn noch nicht realisiert. Lu sah die Dinge von außen und behielt recht. Ich hatte die Übersicht verloren. Harrys Spruch auf meiner Mailbox ließ mich kotzen: Falls du dich beruhigt hast, kannste ja vorbeikommen. Ich bin ab Acht zu Hause. Ganzen Beitrag lesen →

Buß- und Bettag

24. November 2013 von

flickr/Martin Terber

Eigentlich soll man des Herrn gedenken.
Seiner Schmach.
Asche auf unser Haupt: wir waren fröhlich.
Im Schwimmbad
Mit Freunden in einer Sporthalle
Ein schöner Tag. Mit viel Frohsinn.
Hätte Jesus protestiert?

Vom Suchen und Finden

7. Oktober 2013 von

flickr/lambda_X

Manchmal, so muss ich zugeben, bin ich erstaunt darüber, was man alles findet, wenn man überhaupt so gar nicht auf der Suche ist. Mein persönlicher Favorit unter den unermesslich vielen Möglichkeiten des Findens ist das Finden persönlicher Erkenntnis. Nennen wir es Selbsterkenntnis. Ganzen Beitrag lesen →

Tischeln

30. Juli 2013 von

flickr/gewitterhexer

Kennen Sie das? Angewiderte Tische. Tische, die vom Menschen angewidert sind. Nun müsste man denken, Tische sind recht stabile Zeitgenossen. Aber nicht nur das ist es, womit wir falsch liegen. Nein, Tische haben eine Seele. Egal, wie viele Beine an so einem Tisch dran sind. Sie gehören uns mit Leib und Seele, moderne Leibeigene sozusagen. Neulich hörte ich, wie sich zwei Tische miteinander unterhielten. Die ließen aber auch wirklich nicht Gutes an ihren Besitzern und Benutzern.
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Ich stehe auf

3. Juli 2013 von

flickr/Reini68

So schön, so stark.
So stark, ich möchte wie sie sein.
So wunderschön, so stark.

Aber was bin ich?
Einst war ich so, stark, so wunderschön. Ganzen Beitrag lesen →

Die Zeit heilt alle Wunden

14. Juni 2013 von

flickr/darkwood67

Es heißt, die Zeit heilt alle Wunden,
doch dies ist nur ein süßer Klang,
den niemand wirklich kann bekunden –
den niemand nur von Herzen sang. Ganzen Beitrag lesen →

Rendezvous

14. Mai 2013 von

flickr/MorBCN

Es begann zu regnen. Sie schlug den Kragen des Mantels hoch und beschleunigte den Schritt. Eile war jedoch nicht geboten, sie würde etwa 20 Minuten vor der verabredeten Zeit ankommen. Bei der Wahl des Treffpunktes im Vorfeld hatte sie sich an die Weisheit eines Freundes erinnert, dass gutes Essen mit allem versöhnte und ein von ihr bevorzugtes Lokal vorgeschlagen. Darauf steuerte sie jetzt zu. Ganzen Beitrag lesen →